Nachhaltigkeit, Springspaß & Schnitzel

Kolariks Freizeitbetriebe sind mit der Eröffnung des Prater am 29. Mai wieder in den Vollbetrieb gegangen – und garantieren damit wieder Genuss, Springspaß und ausreichend Sicherheitsabstand für Luft- und Freudensuchende. Auch wir waren auf einen Sprung im Prater und haben uns mit Paul Kolarik, dem neuen Geschäftsführer der Kolariks Freizeitbetriebe, über die erste Zeit nach dem Shut-down, Sicherheitsabstände und Schnitzel unterhalten …

Es ist noch gar nicht so lange her: Wie fühlte sich die Krise für euch an?
Die Tage waren zunächst geprägt vom Einmaleins des kaufmännischen Daseins – Saldenlisten, Gespräche mit Lieferanten und Banken, Liquiditätspläne erstellen. Aber wir wurden auch kreativ: Nach einer Woche hatte meine Mutter die Idee, Stelzen zustellen zu lassen. Siehe da: Das wurde gut angenommen, meine beiden jüngeren Schwestern konnten wochenends und feiertags vielen Menschen damit Freude bereiten. Es hat uns geholfen, die Zeit zu überbrücken.

Wie war euer Start in die Sommersaison?
Ganz gut! Die Plätze wurden um 50 %, also auf 700, reduziert. Das Team ist etwas kleiner. Mit 29. Mai konnten wir zudem wieder in den Vollbetrieb gehen und die Luftburgrutschen und Trampoline in der Praterfee zugänglich machen. Die Gäste sind glücklich, man merkt, dass der Prater für viele ein Kurzurlaub, eine genussvolle Auszeit, bedeutet. Auch für mich ist es schön, wieder Gastgeber sein zu können, in die Zukunft arbeiten zu können.

Und wir merken grundlegend: Es gibt mehr Wertschätzung und Respekt für die Gastronomie. Man genießt, dass es jetzt mehr Luft und Raum bei uns gibt. Und ist sich dessen bewusst, dass man derzeit vorher reservieren oder ein wenig auf einen Platz warten muss.

Hat sich die Qualität des Service geändert?
Auf jeden Fall: Es ist unsere Aufgabe, in unsicheren Zeiten ein gutes Gefühl für die Gäste zu schaffen. Etwa, indem ich die Hygieneregeln einhalte, indem ich freundlich bin und positiv bleibe. In der Küche können wir den einzelnen Produkten mehr Detailliebe und Vorbereitung widmen. Außerdem haben wir endlich die Zeit, komplexe, aber nützliche Automatismen unserer Geräte auszutesten (lacht).

Tatsächlich muss die Verantwortung vom ganzen Team getragen werden, wenn es um Qualität geht. Wir sitzen alle im gleichen Boot – mit genug Abstand, versteht sich. Schon vor der Krise hatten wir eine straffe Aufbau- und Ablauforganisation und Menschen im Team, die Verantwortung leben und ihr Tun lieben. Das schöne: Daran hat sich nichts verändert, eher im Gegenteil.

Wir sitzen alle im gleichen Boot – mit genug Abstand, versteht sich.

Stichwort Qualität …
Das ist für uns nichts Neues: Uns war schon zuvor klar, dass in Zukunft der Fokus der Gastronomie ganz klar auf der Qualität liegt. Wir haben vor drei Jahren bewusst den Weg zum Bio-Betrieb eingeschlagen, seit 2019 kochen wir zu 100 % biologisch – und mein großes Ziel ist es, zum 30. Jubiläum der Luftburg in zwei Jahren auch 100 % Bio-Getränke anbieten zu können.

Die Krise hatte weitreichende Auswirkung – aber: Sie hat uns in dem Streben nach Regionalität, Saisonalem und Bio-Qualität auch nochmals absolut bestärkt.

Wird der Druck, die Gästezahl zu erhöhen, mit der Zeit wieder steigen?
Die Frage ist, ob das ein Druck ist, den man so annehmen muss – im Endeffekt muss die Qualität im Vordergrund stehen. Ich glaube, es geht um das Gesamterlebnis, um das Wohlfühlen, um die Qualität, die am Ende beim Gast ankommt. Ich kann ich mir nicht vorstellen, dass der richtige Weg ist, sich nur über die Menge zu definieren. Besser ist es doch, auf ein gelungenes, ganzheitliches Konzept zu setzen, das überzeugt.

Also nicht: „Wenn der Gast nicht zu mir kommt, geht er woanders hin“?
Das ist eine Sache der Einstellung, der Wertschätzung. In der Luftburg bekommt man Bio-Qualität, bei der es sich lohnt, auch mal zu warten. Wir kennen das ja aus dem Urlaub: Wir warten gerne eine Stunde auf den Tisch im empfohlenen Lokal. Der Wiener Prater ist wie ein Kurzurlaub. Und ein tolles Ganztageserlebnis beinhaltet auch Essen, das in Erinnerung bleibt. Wir sind einerseits Treffpunkt für Familien mit Kindern, die die Unbeschwertheit genießen. Andererseits bieten wir Kaffeehausstimmung, Feiertagsbier-Feel und sind eine beliebte Location für Feierlichkeiten.

Man sollte den Gästen also das Besondere anbieten können. Wir arbeiten an einem übergreifenden Konzept, um ihnen in Zukunft ein noch ganzheitlicheres Freizeitangebot – im Idealfall sogar mit einer sehr besonderen Übernachtungsmöglichkeit im Prater – anbieten zu können. Denn: Wer die Freizeit wieder zum Vergnügen macht, wird immer beliebt bleiben beim Gast.

Wer die Freizeit wieder zum Vergnügen macht, wird immer beliebt bleiben beim Gast.

Es gibt jetzt auch eine kleinere Karte – warum?
Uns ging’s dabei um Nachhaltigkeit, darum, dass nichts verdirbt. Mit der Reduktion gewährleisten wir einen möglichst breiten Einsatz der einzelnen Produkte. Die beliebtesten Speisen finden sich natürlich nach wie vor auf der Karte!

Was werden wir von dieser Krise mitnehmen?
Ich denke, das Abstand halten wird sich gesellschaftlich durchsetzen und in den Köpfen verankert bleibt. Und könnte auf Dauer sinnvoll sein, um einer zweiten Welle entgegenzuwirken.

Wie sieht dein Vision für die Zukunft von Kolariks Freizeitbetrieben aus?
Kurz gesagt: Zurück zu den Wurzeln, zu Qualität und Einzigartigkeit. Stichwort: „Omas Hausmannskost“, die Kindheitserinnerungen weckt. Die Krise zeigt: Es wird wieder regionaler. Das ist zum einen zeitgeistig, zum anderen denke ich, dass das ein langanhaltender Trend ist.

Außerdem steht man als Unternehmer in der Verantwortung, nachhaltig mit dem Planeten umzugehen. Wir nutzen Sonnenenergie, achten auf die Mülltrennung, arbeiten mit einem intelligenten Energiemanagementsystem oder verwenden biologisch abbaubare Reinigungsmittel – und investieren damit in die Zukunft.

Geschmacklich werden wir wieder noch natürlicher, biologischer, wecken Erinnerungen. Wenn es um Nachhaltigkeit und ökonomisches Handeln geht, handeln wir zukunftsorientiert.

Abschließend: Was ist dein Lieblingsgericht in der Luftburg?
Der Klassiker: Schnitzel mit Kartoffelsalat. Nicht zu dünn, nicht zu dick. Das geht immer!

Omas Hausmannskost’, die Kindheitserinnerungen weckt.

Paul Kolariks Luftburg-Tipp:
In der ersten Reihe mit direktem Blick auf die Luftburgen in der Kinderwelt fühlen sich Familien immer wohl. Wer die besten Freunde zum Essen trifft, reserviert einen der Selbstzapftische im Gastgarten – die sorgen für überschäumend gute Stimmung!

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